Übersicht über gesetzliche Rahmenbedingungen und Richtlinien im BFD im Sport


Im Sinne der Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung in den Freiwilligendiensten im Sport in Baden-Württemberg überprüfen wir seit dem Jahrgang 2015/16 verstärkt die Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen und Richtlinien des Trägers in der praktischen Umsetzung vor Ort und unterstützen die Einsatzstellen bei dieser Aufgabe beratend.


Wir bitten daher alle Einsatzstellen, folgende wichtige Regelungen zur Kenntnis zu nehmen und deren Einhaltung in der täglichen Arbeit in der Einsatzstelle und in der Zusammenarbeit mit dem Träger sowie eventuellen Kooperationspartnern zu berücksichtigen.
Bedingungen


/ Der Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Sport ist nach den geltenden Gesetzen (insbesondere dem Bundesfreiwilligendienstegesetz (BFDG)) und Verordnungen (Arbeitszeitgesetz, Bundesurlaubsgesetz, Jugendarbeitsschutzgesetz) durchzuführen. Schriftliche und mündliche Weisungen des Bundesamtes und des Trägers sind zu beachten.


/ Bei der Erstellung des Stundenplans der Freiwilligen bitten wir Sie, von einer 5-Tage-Woche (38,5 h) auszugehen und bei Wochenenddiensten entsprechend Freizeitausgleich zu gewähren. Freiwillige über 27 Jahren können den Dienst auch in Teilzeit mit mind. 20,5 Wochenstunden ableisten. Die Freiwilligen dürfen nur in Tätigkeitsbereichen eingesetzt werden, für die eine Befreiung von der Umsatzsteuer bzw. Körperschaftssteuer besteht.


/ Beim Einsatz von Freiwilligen ist Arbeitsplatzneutralität zu wahren. Durch den Einsatz von Freiwilligen darf in der Einsatzstelle weder ein vorhandener Arbeitsplatz wegfallen noch die Einrichtung eines Arbeitsplatzes unterbleiben. Freiwillige dürfen ausschließlich zur Unterstützung des hauptamtlichen Fachpersonals eingesetzt werden.


Auflagen


/ Die Einsatzstelle hat sicherzustellen, dass eine Fachkraft die Freiwilligen in die Einsatzstelle einführt. Die Fachkraft ist für die Zuweisung des Aufgabenbereiches und die fachliche Anleitung sowie für die regelmäßige persönliche und fachliche Begleitung im Arbeitsfeld (beispielsweise durch Anleitungsgespräche) verantwortlich. Im Falle einer längerfristigen Verhinderung des Anleiters (Krankheit, Auslandsaufenthalt) ist zwingend der Träger zu informieren. Eine Vertretung ist sicherzustellen.


/ Die Freiwilligen dürfen nur zu Hilfstätigkeiten herangezogen werden (§3 Abs. 1 BFDG). Der Einsatz im Unterricht darf nur unter ständiger Aufsicht und in Verantwortung einer Lehrkraft erfolgen.


/ Die Freiwilligen sind nur mit Aufgaben zu betrauen, die ihrem Alter und ihren persönlichen Fähigkeiten entsprechen.


/ Die Einsatzstelle darf nur Freiwillige im Bundesfreiwilligendienst im Sport beschäftigen, die eine Vereinbarung mit dem Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben geschlossen haben.


Die Freiwilligen müssen während der vereinbarten Arbeitszeit auslastend beschäftigt werden.
Freiwillige im BFD im Sport dürfen nicht zu Nachtdiensten herangezogen werden. Begründete Ausnahmen sind möglich.

/ Regelmäßige Reflexionsgespräche zwischen Freiwilligen und Anleitenden sowie zwischen Freiwilligen und Träger auf den Seminaren werden, drei Mal bezogen auf einen zwölfmonatigen BFD, sichergestellt.


/ Laut §4 (3) Bundesfreiwilligendienstegesetz sind bezogen auf einen zwölfmonatigen Freiwilligendienst mindestens 25 Seminartage Pflicht. Diese Tage werden im BFD im Sport abgedeckt durch jeweils fünf verpflichtende Tage Einführungs- und Abschlussseminar der BWSJ sowie mindestens 15 weitere Bildungstage (Erste-Hilfe-Kurs, Übungsleiterlizenz). Die Seminare sind fester Bestandteil der pädagogischen Begleitung.


Die Einteilung zu internen Bildungstagen erfolgt durch den Träger. Die Teilnahme an den Seminaren ist Arbeitszeit.
Zusätzliche Seminartage sind prinzipiell möglich. In diesem Fall sind die Freistellung des Freiwilligen und ggf. Ersatz für diese Zeit sowie Anmeldung und Kostenübernahme der Maßnahme in der Einsatzstelle zu klären. Als Bildungstage werden nicht angerechnet:


/ Exkursionen ausschließlich mit touristischem Freizeitwert


/ Kurse mit Berufsausbildungscharakter


/ Hospitationen (Ausnahmen sind Hospitationen, die zur Berufsorientierung dienen)


Die Seminarzeiten sind von der Urlaubsplanung auszunehmen. Die Einsatzstelle sollte die Freiwilligen für den hohen Stellenwert der Seminare sensibilisieren und auf entsprechendes Verhalten hinweisen.
Bei der Verlängerung des Dienstes auf 18 Monate verlängert sich die Zahl der Seminartage um einen Tag je Monat der Verlängerung.
Wird ein Dienst unterhalb der Regeldauer von 12 Monaten absolviert, so ist die Seminarzeit entsprechend zu gestalten. Bei einem sechs Monate dauernden Dienst sind anteilsmäßig 15 Bildungstage Pflicht.


/ Die vom Träger kommunizierten Termine und Fristen bezüglich Rückmeldungen, einzureichender Unterlagen, etc. sind einzuhalten. In begründeten Fällen kann der Träger auf Anfrage der Einsatzstelle eine Fristverlängerung gewähren.


Hinweise:


/ Grundsätzlich besteht durch die Anerkennung als BFD-Einsatzstelle keine Garantie, dass in einem anerkannten Verein tatsächlich eine Person eingesetzt wird (Siehe BFDG § 8 Abs. 3). Hierzu bedarf es in jedem Jahr eine Absprache vor Beginn des BFD-Jahres mit dem Träger. Informationen zum Besetzungsverfahren erhalten die anerkannten Einsatzstellen rechtzeitig von der Baden-Württembergischen Sportjugend.


/ Die Anerkennung als Einsatzstelle im BFD im Sport ist auf der Homepage der Einsatzstelle kenntlich zu machen. Das Logo „Freiwilligendienste im Sport“ der Deutschen Sportjugend erhalten Sie von der BWSJ per E-Mail.


/ Bei einer Besetzung ist unbedingt darauf zu achten, dass der/die zukünftige Freiwillige im August vor BFD-Beginn kein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis eingeht. Ansonsten entstehen über das ganze Freiwilligenjahr hinweg deutlich höhere Sozialabgaben, die nicht von der BWSJ getragen werden können und demnach der Einsatzstelle weiterberechnet werden.

 

Stand: Februar 2016

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